|
Der Flug der Zuckerfee DIE STORY © Kapitel 01 1. Kapitel Die erste Zeitenwende Wie die zweigeteilte Welt entstand |
|
|
|
Es gab einst ein Land und eine Zeit, in der Menschen in Harmonie mit sich Selbst und ihres Gleichen lebten. Manche nennen dieses Land noch heute Atlantis. Andere forschen in den tiefen Weisheiten und Erinnerungen noch existierender Völker aber auch in den Zeugnissen versunkener Kulturen. Sie wollen das wissen dieser Welt hervorholen. Nach Überlieferungen und anderen Namen für das gleiche Geschehen suchen Sie. Mythen, Sagen und Legenden werden erforscht nach Resten und unbekannten Weisheiten vergangener Epochen.
Das zusammenleben Derer die damals lebten, ihre Gemeinschaft funktionierte hervorragend. Die Menschen dieser Zeit waren klug und gutmütig. Doch es wurden immer mehr Regeln des Zusammenlebens erfunden und aufgeschrieben. Lange Zeit fanden es Alle gut. Nach und nach wurde alles was zuvor freiwillig war vorgeschrieben. Was zu vor geschrieben war wurde zur Vorschrift. Die Tinte der Schreiber floss aus neuen Gesetzesschriften über die Möbel in den Boden, verdunstete, stieg wieder auf und erfüllte die ersten Schreibstuben des Volkes der Glücklichen mit grauen Nebelschwaden. Eine Epoche Der Leichtigkeit des Seins ging ihrem Ende entgegen. Verloren waren Viele im Land der Glückseeligen. Viele der damals, lange vor unserer Zeit lebenden Menschen wurden unglücklich. |
![]() Die Grauen Eminenzen |
|
Die ersten Schreiber und Gelehrten wurden blass, bleichten aus und wurden wie zweidimensionalen Strichzeichnungen flach. Sie verloren das Unten und Oben. Einigen ging auch das Vorne und Hinten verloren, Anderen die linke und die rechte Seite ihres Lebens. Ihnen entging nun mehr und mehr der Rat ihrer Freunde, ihrer Bekannten und Lieben. Je, nachdem in welche Richtung sie sich wanden änderten sich Ihre Sichtweisen. Drehten sie sich zum Beispiel um und sahen nach Hinten, war nicht nur Hinten vorne, sondern aus dem Hüben und Drüben, Oben und Unten geworden. Dass Ihnen nun rechts und links fehlte merkten Sie nicht. Sie dachten ja nach wie vor sie würden es im Oben und Unten erkennen. Wie Herbstlaub im Wind torkelten sie durch die Welt der anderen. Es fehlte Ihnen der Halt des Zweiges und den Zweigen fehlte der Halt des Astes und so weiter. Letztlich verloren die Blätter aber alle die Verbindung zum Stamm des Baumes und somit zur Erde. Aus ihrem Blickwinkel heraus meinten sie aber den Mitmenschen der "Restwelt" fehlte der Blick für das Wesentliche. Ihr Überblick den sie von oben noch hatten wurde zum Unterblick und erschwerte für sie den Durchblick. So wurden sie selbstgerecht, eigensinnig, gierig und böswillig, weil ihnen die Orientierung in zwei bisher selbstverständlichen Richtungen verloren ging. Mit wem auch immer sie sprachen mit wem auch immer sie sich trafen, von nun an entging ihnen ein wichtiger Teil des Ganzen, des Gesagten oder des gemeinsam Erlebten. Deshalb strebten gerade sie, die sich fortschrittlich sahen, nach Regeln und Ordnung die Ihnen neuen Halt und Orientierung versprachen. Nach und nach gewannen sie so Anerkennung und Lob von den Anderen und konnten so den Verlust der Verbindung zur Erde ausgleichen. Nie mehr würden sie die zwei fehlenden Richtungen bemerken wenn sie wie Laub durch die Geschichte der Zeiten Tanzten. Entscheitende Bindungen zu ihrer Lebensgemeinschaft waren ihnen bereits abhanden gekommen. Die gesamte damals bekannte Welt begann sich zu teilen. Die "Grauen" wie sie später genannt wurden, gewannen schließlich die Oberhand. Alles wurde unter die Herrschaft der Grauen angeglichen, eingeebnet, und dann endgültig flach wie Papier. Vieles aus der neuen "Flachwelt" der "Grauen" konnte von den restlichen Mitmenschen nicht mehr verwendet, benutzt, gegessen oder begriffen werden. Die Grauen unter sich aber verstanden sich prächtig. Sie allerdings die Anführer der Grauen, die sich später "Die Grauen Eminenzen" nannten, hatten es nun um so leichter sich bei den verbliebenen Mitbewohnern durchzusetzen. So wurden nun noch mehr Schreiber beauftragt. Die Tinte Ihrer Gesetze forderte nun die Einhaltung des Vorgeschriebenen um so nachdrücklicher. Hüter des Geschriebenen wurden erfunden und ausgehalten. Richter die über die Strafen für die Verfehlungen der armen Seelen befanden wurden von anderen Aufgaben freigestellt. Wächter, kontrollierten im Auftrag der "Grauen" die Regeln des zusammen Lebens. Diese wurden schließlich selbst grau und flach, glaubten nur noch an die Regeln der Ordnung. Mehr und mehr durchtränkten die Gedanken der "Regulanten" die Regeln schufen die Welt der Übrigen. In dem er neue Gesetze schrieb, erhob sich nun der Erste der "Grauen Eminenzen", leicht, hinterlistig und rücksichtslos zum Herrscher. Er wurde zum König über die Schar der "Regulanten", erhob sich über dem restlichen, unwürdigen, unwissenden Volk. Doch viele waren auch froh, begrüßten, dass Ihnen Halt gegeben wurde, folgten ihren neuen Herrn und regelten beflissen dessen Macht. Und die Tropfen der Tinte der Schreiber, die wie Tränen aus den Büchern und Schriften hervorquollen und in die Erde eindrangen, wurden Rinnsale und Bäche die sich in kleine Seen sammelten. Verdrängten nach und nach das Wasser, das die Menschen, Tiere und Pflanzen tranken um Ihren Durst zu stillen. Nach wie vor wuchsen die Blumen und zogen die Wolken. Das Korn gedieh üppig und die Ernte war reichlich und gut. Doch wo immer sich die Schriften der Ordnung verbreiteten konnte die Welt des Bunten die Pracht der Farben und Formen nicht bestehen. Landschaften und Städte, Häuser, Hütten und Paläste, wurden in der einen oder anderen Richtung flach und eben. Das Land der glücklichen Menschen wurde Zug um Zug zum Reich der "Grauen Eminenzen". Nach und nach gewöhnten sich alle an die Vorstellung, dass es wohl sehr wichtig sei, dass alle Dinge sich möglichst gut in einer Welt der Ordnung einfügten. Bei den Menschen und Tieren den nahe liegenden Dingen und Handlungen begann man, und dachte nun auch schon mal daran, den Straßen und Wegen ihre Kurven und Steigungen zu nehmen. Pflanzen sollten möglichst gleichmäßig wachsen, selbst bei Bergen und Flüssen wollte man die natürliche Ordnung verbessern. Die gesamte Natur sollte vermessen, geordnet, klassifiziert und nummeriert werden. Viele der Grauen glaubten an ein Prinzip der natürlichen Ordnung. Noch immer verbannte sie viele gefunden und erforschten Gesetzlästigkeit mit der Vorstellung das die Welt von einer Urmutter geboren wurde. Auch die Gedanken einer wie auch immer gearteten Vorsehung passten noch in Ihr Weltbild. Aber die Wissenschaftler jener Zeit suchten nach neuen anderen Erklärungen. Die "Grauen" gingen schließlich so weit, dass sie Moral und Anstand jede Abweichung von der vermuteten Mitte bekämpften. Keiner sollte mehr aus der Reihe tanzen. Dieses unsinnige Lachen das selbst bei Grauen noch manchmal zu hören war musste geregelt werden. Lachen, Singen und Übermut überhaupt alles Regelwidrige sollte eingeschränkt und die dadurch entstehenden freien Kräfte in vernünftige Bahnen gelenkt werden. Und wenn Liebe, Leid, Freude, Hass oder Mitleid zum ungehemmten Lachen oder Weinen führte und sich nicht vermeiden ließ, dann wenigstens geordnet und im Einklang mit der Nachbarschaft und der Umwelt. Alles in angenehm verträglicher Länge oder Lautstärke. Kontrolliert geäußert, den ungezügelten hemmungslosen Gefühlen begegnen, das spendete Erfüllung und brachte Harmonie in die Welt der Ergrauten. Tanzen, Springen, unsinnigen Bewegungen einfach so, und ohne tieferen Grund, musste ein Riegel vorgeschoben werden. Dort wo die "Grauen" und "Flachen" ihre Schatten warfen, der Einfluss der "Tinte der Ordnung" in Häusern und Werkstätten um sich griff, bereits die Oberhand gewonnen hatte, vergaßen selbst die Aufrechtesten sich gegen die sich einschleichenden unsinnigsten neuen Erlasse zu wehren. So weit es möglich war sollte sich nun alles der gelenkten Ordnung beugen. So kam es, dass es immer weniger Menschen gab. Selbst den verblendetsten und orientierungslosesten "Regulanden" erkannten, dass Grauen selten starben und somit immer mehr wurden. Aber auch einigen Menschen die wiederum das gesehen in der Flachwelt beobachtet und erforschten bemerkten dies eines Tages. ...mehr Kapitel 02 ![]() Es steht geschrieben, dass Geschichten immer dann enden sollen, wenn sie am spannensten sind? Aber häufig ist auch zu Lesen, die © BeThink 2009 ...zurück: home La Hada ...mehr Gute-Nacht-Geschichten: ...für Kinder TIMO UND DIE STERNE - Leseprobe TIMO UND DIE STERNE - Multimedia Version RUFUS DER ROBOTER - Leseprobe |
|
|
|
|